Dispositionelle Persönlichkeitstheorie
Die Big-Five-Taxonomie — Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus — ist die dominante Struktur der modernen Persönlichkeitspsychologie. Sie geht zurück auf lexikalische Studien der frühen 1980er-Jahre und wurde durch McCrae und Costa1 in ein testgestütztes Inventar überführt (NEO-PI). Ihr entscheidender Vorzug: sie ist nicht kulturspezifisch, sondern sprach- und kulturübergreifend replizierbar.
Für synthetische Personas bedeutet das: wir können die psychologische Disposition einer Persona als fünf-dimensionalen Vektor ausdrücken, der sich in Befragungen, in Verhaltensexperimenten und in Sprachmuster-Analysen konsistent messen lässt. Das ist keine Approximation eines „Typs”. Es ist eine operationalisierbare Größe mit bekannter Reliabilität und Validität.
Big Five validiert in 56 Nationen, n=17.837 — sprach- und kulturübergreifend replizierbar.